Orgeln und Organisten

Informationen zu den Orgeln und Organisten der Orgelmeile 2010:


Dreikönigskirche

Schuke Orgel
Von 1946 bis 1981 war Helmut Walcha Organist der Dreikönigskirche. Als Anerkennung für das Werk des seit 1929 in Frankfurt tätigen, in der Jugend erblindeten Organisten, ließ die Stadt 1960/61 von der Berliner Orgelfirma Schuke für die Dreikönigskirche eine neue Orgel mit 47 Registern und drei Manualen erbauen. Der neugotische Orgelprospekt von 1881 wurde dafür geopfert.


Andreas Köhs
Kantor der Ev.-luth. Dreikönigsgemeinde Frankfurt / Main, konzertierender Organist, künstlerische Leitung der Kantorei Sachsenhausen und des Kurt-Thomas-Kammerchores
Wurde 1965 in Siegen geboren, studierte Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und legte dort 1989 das A-Examen ab.
Aufbaustudium im Fach Orgel an der Hochschule für Musik in Köln bei Peter Neumann, wo er 1992 die Künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung bestand.
Nach einem weiterführenden einjährigen Studium in der Orgelmeisterklasse von Frau Prof. Dorthy de Rooij am Königlichen Konservatorium in Maastricht / Holland absolvierte er 1993 das Konzertexamen.


Heiliggeistkirche

Walcker-Orgel
Die Orgel der Heiliggeistkirche wurde 1961 von Walcker erbaut. Es handelt sich um dreimanualige Schleifladenorgel mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur. Die 38-registrige Orgel war eine der ersten mit einer „Spanischen Trompete“. Sie ist mit Schleifenwindladen bei mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur und elektrischen Koppeln ausgestattet.



Frank Hoffmann
1970 in Frankfurt am Main als Sohn des Kirchenmusikers Herbert M. Hoffmann geboren. Von 1976 bis 1990 Klavierschüler von Eva-Maria Birke-Steup, zunächst privat, ab 1981 als Schüler an Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main; parallel dazu Orgelstudien bei Herbert M. Hoffmann. Seit 1988 ist er als Organist der Frankfurter Festeburggemeinde tätig. Hoffmann ist stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des Kirchenmusikvereins Frankfurt am Main e.V. Zahlreiche Verpflichtungen als Organist und Cembalist führten ihn in den letzten Jahren auf Konzertreisen zu nationalen und internationalen Konzertzyklen in zahlreiche deutsche Städte sowie nach Frankreich, Italien, Polen, Ungarn und Finnland. Er wirkte bei mehreren CD-Einspielungen als Organist und Cembalist mit. Hinzu kommen Rundfunk- und Fernsehübertragungen. Seit 2004 ist er Leiter des im Jahr 1951 gegründeten und heute etwa 70 Sängerinnen und Sänger umfassenden Chores Frankfurter Kantatenkreis.


St. Leonhard

Walcker-Orgel
1958 von der Firma E. F. Walcker aus Ludwigsburg errichtet. Fast 4000 Pfeifen sind in 53 klingenden Registern auf vier Manuale und Pedal verteilt. Spiel- und Registertraktur sind elektrisch. Das Schwellwerk ist von der Hauptorgel getrennt auf der nördlichen Seitenempore aufgestellt, der Spieltisch befand sich ursprünglich auf der südlichen, dem Main zugewandten Seitenempore. 1984 wurde der Spieltisch von der Seitenempore in die Mitte versetzt und eine Setzeranlage mit 64 frei programmierbaren Speicherplätzen eingebaut.

Andreas Weith
Absolvierte seine musikalische Ausbildung am Richard-Strauss-Konservatorium in München und an der Musikhochschule in Frankfurt, wo er bei Prof. Winfried Toll im Fach Chorleitung und bei Prof. Daniel Roth im Fach Orgel das Kirchenmusik A - Examen ablegte. Meisterkurse belegte er bei Helmuth Rilling, Eric Ericson und Frieder Bernius.
Als Organist und Dirigent an der Domfilialkirche St. Leonhard in Frankfurt prägt er mit seinen Instrumental- und Vokalensembles wesentlich die Kirchenmusik.
Nach dem zweiten Staatsexamen begann seine Tätigkeit als Lehrer für Musik und Physik an der Maria Ward-Schule in Mainz.


Liebfrauenkirche

Göckel-Orgel
Die Göckel-Orgel wurde am 9. August 2008 feierlich eingeweiht. Orgelbauer Orgelbauer Karl Göckel in Maisch bei Heidelberg gehört zu den Spezialisten des romantisch-symphonischen Orgelbaus. 3 Manuale, 1 Pedal mit 41 Registern und 12 Auszügen.




Andreas Walke
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St. Katharinen

Rieger-Orgel
Seit 1990 befindet sich in der Katharinenkirche eine Orgel der österreichischen Firma Rieger aus Schwarzach (Vorarlberg). Sie hat 54 Register mit mechanischer Spiel- und Registertraktur. Die Disposition berücksichtigt sowohl die Anforderungen der barocken als auch der romantischen Orgelliteratur.
Da die Rieger-Orgel auf der Empore steht und zudem weiter in den Kirchenraum hineinragt, passt sich ihr Klang wesentlich besser an die Raumakustik an als bei ihrer Vorgängerin. Das Instrument ist deshalb heute eines der beliebtesten und meistgespielten in Frankfurt.

Martin Lücker
Organist an St. Katharinen zu Frankfurt am Main, Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Martin Lücker gehört zu den profiliertesten Organisten unserer Zeit. Johann Sebastian Bach ist für ihn so etwas wie der Fokus seiner vielfältigen musikalischen Erfahrungen - ob als Korrepetitor und Kapellmeister an den Opernhäusern Detmold und Frankfurt/Main, ob als Bearbeiter von Bachs "Kunst der Fuge" für Blechbläserensemble - , sein Orgelrepertoire reicht aber weit darüber hinaus und schließt die Alte Musik und die großen Orgelwerke des 19. Jahrhunderts ebenso ein wie das gesamte 20. Jahrhundert.
Ausgebildet u.a. in Wien durch den legendären Anton Heiller legten in den frühen 70er Jahren vier Preise bei Internationalen Orgelwettbewerben den Grundstein für eine umfassende Karriere als Konzertorganist, Juror, Lehrer bei Meisterkursen und Herausgeber.
Orgelkonzerte führten Martin Lücker in viele europäische Länder und nach Nordamerika, an die großen Saalorgeln - etwa im Gewandhaus Leipzig, den Konzerthäusern in Dortmund, Essen und Köln -, aber auch an die Kirchenorgeln bis hin zu den Monumentalinstrumenten im Dom zu Merseburg und St. Sulpice in Paris. Er konzertierte mit dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg, dem Kölner Gürzenichorchester, dem Orchester der Tonhalle Düsseldorf, mit dem Frankfurter Museumsorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Ensemble Modern.


Dom St. Bartholomäus

Klais-Orgel
Die Orgelanlage im Dom zu Frankfurt besteht aus einer Chor- und Hauptorgel. Letztere ist mit ihrem offenstehenden Pfeifenprospekt im südlichen Querhaus des Domes zu finden. Erbaut wurde das neobarocke Instrument als Opus 1109 von der Orgelbaufirma Klais in Bonn. Die Einweihung erfolgte am 11.6.1957. Der Klais-Orgel gingen u.a. Instrumente von Gunzelinus, Krafft, Mertz, Suisse, Mayer und Walcker voraus. Seit 1311 sind so gut wie alle Orgeln mit ihren Erbauern bekannt. Eine Restaurierung und Erweiterung der Hauptorgel sowie ein Chororgelneubau fanden 1994 durch den gleichen Orgelbauer statt. Am 28.8.1994 wurden beide Orgeln durch Bischof Dr. Franz Kamphaus geweiht.
Die Hauptorgel umfasst neben den 87 Registern noch 128 Setzer. Sämtliche Musikepochen, vornehmlich die romantisch-symphonische Orgelliteratur, können hier dargestellt werden. Als Besonderheiten sind das Glockenspiel, die Trompeteria (spanische Horizontalpfeifen), die Tuba mirabilis ("wunderbares Horn") und die Orgelwalze zu erwähnen.
Die Frankfurter Domorgel stellt zur Zeit die größte Orgelanlage Hessens dar und zählt darüber hinaus zu den größten Orgelwerken Deutschlands.

Hans-Otto Jakob
Hans-Otto Jakob trat nach dem Abschluss des A-Kirchenmusikstudiums in Mainz 1972 in den hauptamtlichen Dienst des Bistums Limburg ein. Er war zunächst Kantor in Frankfurt-Niederrad, Mutter-vom-guten-Rat. 1978 wechselte er zur Pfarrei Hl. Geist, Frankfurt-Riederwald. 1980 wurde er zum Bezirkskantor für den Stadtbezirk Frankfurt ernannt. Im August 1987 übernahm Jakob das Amt des Domkapellmeisters am Frankfurter Dom. Zum 1. April 1989 wurde er von Bischof Dr. Franz Kamphaus zum Kirchenmusikdirektor ernannt.
Am 15. Dezember 2008 vollendete Hans-Otto Jakob sein 65. Lebensjahr und tritt damit zum Jahresende in den gesetzlichen Ruhestand. Seinen Dienst als Kirchenmusiker am Frankfurter Dom wird er jedoch noch bis Herbst 2009 fortsetzen.